Bundesländercup 2012 - Teil 1

10.01.2012 14:00

Die männliche u14 Auswahl des Salzburger Basketballverbands belegt einen guten 7. Platz!

Die Anreise war auf Grund des Wetters eher schwierig aber nicht zu vergleichen mit der Anreise der östlichen Bundesländer. So mussten wir ca. 45 Minuten auf den Zug warten ehe die Reise los ging. Mit einer relativ schweren Aufgabe war man nach Kärnten gefahren. Mit Steiermark und Niederösterreich (dem Vorjahressieger) in einer Gruppe war das Ziel klar: Konzentriert spielen und versuchen durch aggresive Verteidigung die Gegner zu verunsichern.

Leider wurde der Start ins erste Spiel jedoch verschlafen und so war gegen das Team aus der Steiermark nichts mehr zu holen. Die Steirer haben sich im Vergleich zum Vorjahr sehr gesteigert, leisten also eine gute Nachwuchsarbeit. Zudem ist das Spielermaterial sehr groß, „da kann man in den nächsten Jahren einiges erwarten“ so Randolph Jordan. Durch eine agressive Ganzfeldverteidigung war es den Salzburgern nur schwer möglich ein kontroliertes Spiel aufzubauen. Immer wieder versuchte man es mit der Brechstange und wurde von der Größe der gegnerischen Spieler bald wieder auf den harten Boden der Realität gebracht. Das erste Gruppenspiel wurde somit nicht wirklich knapp verloren - man hatte gegen den vermeintlich leichteren Gegner keine Chance.

Nach einer kurzen Stärkung traf man auf den Sieger des Bundesländercups 2011, es ging gegen Niederösterreich. Mit dem Spiel gegen Steiermark im Gepäck wusste man dass es hier keine leichten Spiele geben wird, so konzentrierte man sich auf das Kollektiv und versuchte die Niederösterreicher durch ein konzentriertes Passspiel zu verunsichern. Im ersten Viertel gelang dies den Salzburgern noch gut und man bemerkte die Schwächen der Gegner. Relativ schnell passten sich die Niederösterreicher jedoch an und fanden angeführt von ihrem All-Round-Spieler wieder in ihr Spiel. Durch nicht notwendige Turnover von Seitens der Salzburger gelang es NÖ eine komfortable Führung auszubauen. NÖ gewann verdient und die Salzburger mussten sich eingestehen das dieses Team aus Niederösterreich noch eine Nummer zu groß war. „Die Überraschung lag kurz in der Luft, aber NÖ ist einfach NÖ. Eines der größten Bundesländer in Österreich mit, vielen Vereinen welche Jahr für Jahr gute Nachwuchsarbeit leisten. Der Kader der Niederösterreicher besteht aus einem Spielerpool von ca. 5-7 verschiedene Vereinen, wir haben gerade mal zwei. Aber wir arbeiten daran hier mehr Struktur zu bekommen um konkurrenzfähiger zu sein. Die Gruppe war schwer das wussten wir, Steiermark hatte ich nicht ganz so stark erwartet aber dennoch gilt es jetzt aus den Fehlern zu lernen“ so Salzburgs Auswahltrainer Randolph Jordan.

Mit zwei Niederlagen im Gepäck und den 7. Platz in Blick wollten die Salzburger nicht aufgeben und ihr Mindestziel erreichen. So ging es am nächsten Tag in aller Früh weiter. Gleich um 8 Uhr startete das Spiel gegen Tirol. Salzburg kam durch gute Reboundarbeit und aggressive Verteidigung früh in Führung, und ließ sich diese auch nicht mehr nehmen. Durch eine Ganzfeldverteidigung wurden die Tiroler früh gestört und man erarbeitete sich Punkt für Punkt. Erst als Coach Jordan in der zweiten Halbzeit sich gegen ein „Pressing“ entschied, kam Tirol wieder mehr ins Spiel. Dennoch war der Sieg nicht mehr gefährdet. Randolph Jordan meinte dazu: „Ich wollte a) den Tirolern nicht die Lust nehmen und b) habe ich versucht alle Spieler spielen zu lassen. Außerdem wollte ich das sich die Spieler auf andere Dinge konzentrieren welche bis dato noch nicht so gut funktionierten.“

Mit dem ersten Sieg beim BLC12 freute man sich das man das Nachbarsland Tirol „unter Kontrolle“ hatte und blickte auf Vorarlberg welche sich als die nächsten Gegner herausstellten. Man wollte gegen die Vorarlberger wie gegen die Tiroler agieren. So begannen die Salzburger mit einer Ganzfeldverteidigung und störten die Vorarlberger früh. In der ersten Hälfte zeigten die Salzburger gutes Passspiel und auch wieder gute Reboundarbeit. In der zweiten Hälfte funktionierte aber das Passen nicht mehr so und die Vorarlberger kamen näher und näher. Jedoch zeigte man sich am Ende nochmals von der besten Seite und gewann letztlich doch souverän gegen die Mannschaft aus dem Westen.

Trainer Randy Jordan zog das Resümee: „Der Bundesländercup 2012 ist eine tolle Erfahrung für junge Spieler. Sie lernen das Team-play im Basketball der Schlüssel zum Erfolg ist. Aber auch das „Spielen in einer ungewohnten Stresssituation“ ist eine Erfahrung welche einen jungen Spieler nur besser werden lässt. Sehr zufrieden bin ich mit den jüngsten Spielern welche teils noch in der u12 spielen, da diese sich sehr gut integrierten und auch „angstfrei“ waren. Ich denke es ist noch ein weiter Weg aber die Richtung ist die richtige. Im Westen sind wir bestimmend, der Osten ist auf unserer „Todo“. Hier gilt es aufzuholen und auch die Struktur zu verbessern. Alles in allem bin ich froh das sich niemand verletzt hat und das dass Turnier für die wu14 so gut ausgefallen ist.“

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